Der Bernstein-Kult

Der Bernstein-Kult

Bernstein wird seit mehr als zehntausend Jahren verarbeitet. In Litauen ist der älteste baltische Bernsteinschmuck seit fünftausend Jahren bekannt. Im Laufe der Zeit ändern sich die Methoden der Bernsteinverarbeitung und der Wert dieses Minerals. In der Antike wurden Bernsteinschmuckkollektionen aus Bernstein hergestellt. Später wurde nicht nur die Schönheit dieses Minerals, sondern auch der positive Einfluss auf die Gesundheit bemerkt und registriert. Durch diese Kombination von Ästhetik und Nutzen ist auf der ganzen Welt eine Art „Kult“ des Bernsteins entstanden.

Der Bernstein ist schön und natürlich

Bernstein kann von der Erdoberfläche gesammelt werden: viele kleine Stücke und Fragmente werden an der Küste gesammelt, wo sie vom Meer ausgewaschen werden. Bernstein kann auch auf industriellem Wege durch den Abbau großer Lagerstätten gewonnen werden. Heute zählen Spezialisten etwa dreihundertfünfzig Bernsteinarten. Dieses Naturmineral zeichnet sich durch Form, Alter, Farbe, Herkunft und andere Kriterien aus. Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt sind begeistert von der natürlichen Schönheit des Bernsteins. Baltischer Bernstein gilt als einer der wertvollsten. Er wird besonders geschätzt, da er viel Bernsteinsäure enthält, die für die Gesundheit nützlich ist. Obwohl dies nicht der einzige Grund ist, ist dies der Grund, warum Bernsteine seit der Antike so verehrt wird.

Natürlicher Rohbernstein besticht durch eine Fülle von Farben. Normalerweise gilt Bernstein als gelb, obwohl dieses Mineral durch viele Farbtöne beeindruckt. Bernsteine können fast milchweiß oder gelb und transparent wie Honig sein. Bernstein kann von brauner, bräunlicher und sogar rötlicher Farbe gefunden werden. Es gibt schwarzen und grünen Bernstein. Es wird davon ausgegangen, dass natürlicher Rohbernstein unterschiedlicher Farbe das körperliche und geistige Wohlbefinden unterschiedlich beeinflusst. Aus diesem Grunde beschäftigten sich Astrologen und Naturmedizinern mit diesem Mineral.

Bernstein kann vollständig transparet (was meistens geschätzt wird), leicht oder mäßig schlammig sein. Bernsteine können auch völlig undurchsichtig sein, sogar einfarbig oder mit anderen Farbtönen gemischt.

Auch die Formunterschiede sind wichtig. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit der Herkunft des Minerals. Die Umgebung, in der Kiefernharz floss und sich bildete, hatte einen hohen Einfluss auf die Qualität des Minerals. Es war wichtig, wo (im Boden, im Wasser oder zwischen den Rindenschichten eines Baumes) Bernstein abgetrennt wurde. Zum Beispiel könnten Bernsteine die Form eines Eiszapfens erhalten – dies geschah mit Harz, das am Stamm oder an kleinen Ästen eines Baumes hing. Derartige Bernsteine findet man am häufigsten. Harztropfen, die ins Wasser gefallen sind, zeichnen sich durch ihre regelmäßige Form aus. Natürlicher Rohbernstein kann flach sein und verschiedene Vertiefungen enthalten. Diese Form ist typisch für das zwischen den Rindenschichten erstarrte Harz.

Rohbernstein kann durch das Zusammenspiel verschiedener Farbnuancen, Formen und Größen verblüffen. Aber es gibt eine Eigenschaft des Bernsteins, die für Wissenschaftler, Juweliere und Naturforscher so interessant ist – seine Fähigkeit, kleine Insekten und Pflanzenfragmente (kleine Blätter, Blumen und Schalen) einzufangen. Bernsteineinschlüsse bewahren einzigartige Naturdaten für Tausende von Jahren. Es scheint, dass kleine Insekten in ihrem anmutigen Tanz eingefroren sind, umgeben von unnachahmlichen Verzierungen der Pflanzen. Solche natürlichen Bernsteineinschlüsse ziehen viele Menschen an, die sie an den Fluss der Zeit und die Pracht der Natur erinnern. Wie alle Naturbernsteine können auch sie Kunstwerke mit eigener Handschrift sein.


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